Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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sagen mußte: ,In diesem Augenblick stirbt vielleichtmein lieber Lucien.'

In der ganzen Zeit wurde Lucien von Bianchon gepflegt;er verdankte der Aufopferung dieses Freundes, der so starkgegen ihn eingenommen sein mußte, dem aber d'Arthezden geheimen Zusammenhang von Luciens Vorgehen gegenihn zur Rechtfertigung des unglücklichen Dichters an-vertraut hatte, sein Leben. In einem lichten Augenblick— denn Lucien hatte ein sehr gefährliches Nervenfieber —befragte Bianchon, der d'Arthez im Verdacht einer groß-mütigen Unwahrheit hatte, seinen Patienten. Lucien sagteihm, er hätte keinen anderen Artikel über das Buch vond'Arthez geschrieben als den ernsthaft kritischen, der indem Blatt von Hector Merlin gestanden hatte.

Am Ende des ersten Monats erklärte das Haus Fendant& Cavalier seine Insolvenz. Bianchon bat die Schauspiele-rin, diesen schweren Schlag Lucien zu verheimlichen. Derschöne Roman ,Der Bogenschütze Karls IX.', der untereinem verrückten Titel veröffentlicht worden war, hattegar keinen Erfolg gehabt. Um sich vor der Eröffnung desKonkurses Geld zu verschaffen, hatte Fendant hinter demRücken Cavaliers das Werk im ganzen an Krämer verkauft,die es mit Hilfe der Kolportage billig wiederverkauften.Jetzt zierte Luciens Buch die Brückenbrüstungen und dieKais von Paris. Die Buchhandlung vom Quai des Augu-stins, die eine gewisse Zahl Exemplare des Romans über-nommen hatte, mußte also infolge der plötzlichen Herab-setzung des Preises eine beträchtliche Summe verlieren: dievier Quartbände, für die sie vier Franken fünfzig Centimesbezahlt hatte, wurden für fünfzig Sous abgegeben. DerBuchhandel schrie laut auf, und die Zeitungen fuhren fort,das tiefste Stillschweigen zu bewahren. Barbet hatte diesesVerramschen nicht vorausgesehen; er glaubte an LuciensTalent. Gegen alle seine Gewohnheiten hatte er sich auf

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