zweihundert Exemplare verstiegen; und die Aussicht aufeinen Verlust machte ihn wütend. Er schimpfte furchtbarauf Lucien. Barbet faßte einen heroischen Entschluß: erließ in einem Eigensinn, der bei Geizigen nicht selten ist,seine Exemplare in einem Winkel seines Magazins und über-ließ es seinen Kollegen, ihre Exemplare zu Spottpreisen zuverschleudern. Als später, im Jahre 1824, die schöne Vor-rede von d'Arthez, der Wert des Buches und zwei Artikel,die Leon Giraud schrieb, dem Werke zur rechten Geltungverholfen hatten, verkaufte Barbet seine Exemplare dasStück zum Preis von zehn Franken. Trotz den Vorsichts-maßregeln von Berenice und Coralie war es unmöglich,riector Merlin davon abzuhalten, seinen sterbenden Freundzu besuchen. Und er ließ ihn Tropfen für Tropfen den bit-tern Kelch dieser Bouillon trinken; ,Bouillon' nennt mannämlich im Pariser Buchhandel eben die traurige Opera-tion, die Fendant & Ca valier bei der Veröffentlichung diesesBuches eines Anfängers vorgenommen hatten. Martain-ville, der einzige, der Lucien treu geblieben war, schriebeinen prächtigen Artikel zugunsten des Werkes; aber dieErbitterung gegen den Chefredakteur des ,Aristarque', der,Oriflamme' und des ,Drapeau blanc' war bei Liberalenund Ministeriellen dermaßen groß, daß der Beistanddieses tapfern Athleten, der dem Liberalismus für eineBeleidigung stets zehn zurückgab, Lucien schadete. KeinBlatt hob den Handschuh der Polemik auf, so lebhaft auchdie Angriffe des royalistischen Bravos waren. Coralie, Bere-nice und Bianchon schlössen allen sogenannten FreundenLuciens, die sehr darüber empört waren, die Tür; aberes war nicht möglich, sie den Gerichtsvollziehern zu ver-schließen. Der Konkurs von Fendant & Cavalier bewirkte,daß ihre Wechsel auf Grund einer Bestimmung des Handels-gesetzbuchs, welche die Rechte der Akzeptanten schädigt,die auf diese Weise der Wohltat des Zieles beraubt werden,
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