erschienen, er hatte nichts davon gewußt, die Zeitungenschwiegen. Er blieb unbeweglich, die Arme hingen ihmherunter, und er achtete nicht auf eine Gruppe höchsteleganter junger Leute, unter denen Rastignac, Herr vonMarsay und einige andere Bekannte waren. Er merktenicht, daß Michel Chrestien und Leon Giraud auf ihnzukamen.
„Sie sind Herr Chardon?" sagte Michel in einem Ton zuihm, der Lucien im Innersten erbeben ließ. „Kennen Siemich nicht?" erwiderte er. Er war blaß geworden. Michelspie ihm ins Gesicht. „Hier haben Sie das Honorar fürIhre Artikel gegen d'Arthez. Wenn jeder in seiner eigenenoder in der Sache seiner Freunde meinem Beispiel folgte,bliebe die Presse, was sie sein soll: ein heiliges Amt, dasgeachtet wird und Achtung verdient."
Lucien hatte gewankt; er stützte sich auf Rastignacund sagte zu ihm und Herrn von Marsay: „Meine Herren,Sie werden es nicht ablehnen, meine Zeugen zu sein. Aberzunächst habe ich dafür zu sorgen, daß das Spiel gleichwird und die Sache nur noch durch ein Mittel in Ordnunggebracht werden kann."
Damit gab Lucien Michel, der nicht darauf gefaßt war,eine starke Ohrfeige. Die Stutzer und Michels Freundewarfen sich zwischen den Republikaner und den Roya-listen, damit der Kampf nicht in eine Prügelei ausartete.Rastignac nahm Lucien beim Arm und führte ihn zu sichnach Hause; er wohnte Rue Taitbout, zwei Schritte vomSchauplatz dieser Szene, die auf dem Boulevard de Gandstattgefunden hatte. Es war gerade die Stunde des Diners^und diesem Umstände war es zu verdanken, daß keineder in solchen Fällen gewöhnlichen Ansammlungen statt-fanden. Herr von Marsay und Rastignac brachten Luciendazu, daß er mit ihnen im Cafe Anglais vergnügt dinierte,wo sie stark dem Weine zusprachen.
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