erhalten, sowie der jetzige Präfekt noch die paar Monatein Diensten gewesen wäre, die noch nötig waren, damiter mit voller Pension verabschiedet werden könnte. DerGraf du Chätelet, denn das ,du' war ausdrücklich in dieOrdonnanz aufgenommen worden, nahm Lucien in seinenWagen und behandelte ihn sehr kameradschaftlich. Ohnedie Artikel Luciens wäre er vielleicht nicht so rasch ansZiel gelangt; die Verfolgung, die er von Seiten der Libe-ralen erlitt, hatte ihm ein besonderes Ansehen gegeben.Des Lupeaulx war im Ministerium im Kabinett des Ge-neralsekretärs. Beim Anblick Luciens trat dieser Beamteerstaunt zurück und sah des Lupeaulx an.
„Wie, mein Herr! Sie wagen es, hierher zu kommen?"sagte der Generalsekretär zu Lucien, der ganz starr vorStaunen war. „Seine Herrlichkeit hat Ihre Ordonnanz, dieschon vorbereitet war, in Stücke zerrissen, sehen Sie!" (erwies auf das erste beste Stück Papier, das in vier Teilegerissen war). „Der Minister wollte den Verfasser des ent-setzlichen Artikels von gestern kennen, und hier ist dasManuskript des Artikels." Damit überreichte der General-sekretär Lucien die geschriebenen Blätter des Artikels, dener verfaßt hatte. „Sie nennen sich Royalist, Herr, und sindMitarbeiter dieses niederträchtigen Blättchens, das denMinistern graue Haare macht, die Männer, die treu zurRegierung halten, in Kummer und Ärger versetzt und unsdem Abgrund entgegenführt. Sie frühstücken vom ,Cor-saire', vom ,Miroir', vom ,Constitutionnel', vom ,Courrier';Sie dinieren von der ,Quotidienne', vom ,Reveil', und Siesoupieren mit Martainville, der der schrecklichste Gegnerdes Ministeriums ist und den König zum Absolutismusdrängt, was genau ebenso schnell zur Revolution führenwürde, wie wenn er sich der extremen Linken fügte! Siesind ein sehr witziger Journalist, aber Sie werden nie einPolitiker werden. Der Minister hat Sie dem König als
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