der Eue de la Lune wohnte. „Die Herzoge von Lenoncourtund Navarreins haben dem König von Ihnen gesprochen,"setzte die Marquise hinzu, „sie haben von Ihnen gerühmt,daß Sie eine der aufopferungsvollen Naturen sind, die eineglänzende Belohnung verdienen, und daß Sie dann erstrecht die Verfolgungen der liberalen Partei vergelten wer-den. Überdies wird der Name und der Titel der Rubempre,auf den Sie durch Ihre Mutter Anspruch haben, durch Sieberühmt werden. Der König hat am Abend Seiner Herr-lichkeit gesagt, es sollte ihm eine Ordonnanz vorgelegtwerden, kraft deren Herr Lucien Chardon befugt sein sollte,den Namen und Titel der Grafen von Rubempre in seinerEigenschaft als Enkel von Mutterseite des letzten Grafenzu tragen. Meine Cousine hatte sich zum Glück IhresSonetts über die Lilie erinnert und hatte es dem Herzogmitgegeben, und das hat dem König besonders Wohl-gefallen."
Lucien war so überströmend glücklich, daß eine Frau,die weniger tief gekränkt war als Louise d'Espard vonNegrepelisse, hätte gerührt werden müssen. Je schönerLucien war, um so mehr verlangte sie nach Rache. DesLupeaulx hatte recht, es fehlte Lucien an Spürsinn: erahnte nicht, daß die Ordonnanz, von der man ihm sprach,nur eine Erfindung von der Art war, wie die Marquised'Espard sie gerne machte. Er war durch diesen Erfolgund durch die schmeichelhafte Auszeichnung, die ihmFräulein des Touches bezeigte, kühn geworden und bliebbis zwei Uhr morgens da, um mit ihr noch unter vierAugen sprechen zu können. Lucien hatte auf den Re-daktionen der royalistischen Zeitungen gehört, Fräuleindes Touches wäre die ungenannte Mitarbeiterin an einemStück, in dem das große Wunder der Zeit, die kleineFay, auftreten sollte. Als die Salons leer waren, geleiteteer Fräulein des Touches zu einem Sofa in ihrem Boudoir
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