erscheinenden Blattes von Leon Giraud, der um so ver-derblicher war, als seine Sprache klug, vorsichtig undgemäßigt war. Man fing an, von dem Zirkel der Rue desQuatre-Vents zu sprechen, man nannte ihn einen Konvent.Es war beschlossen worden, daß die royalistischen Zeitun-gen einen systematischen Kampf auf Leben und Tod gegendiese gefährlichen Gegner führen sollten, die in der Tat denAnstoß zur Begründung der Partei der Doktrinäre gaben,dieser verhängnisvollen Sekte, die von dem Tage an, wo dieerbärmlichste Rachsucht den glänzendsten royalistischenSchriftsteller dazu gebracht hatte, sich mit ihnen zu ver-bünden, begann, die Bourbonen zu stürzen. D'Arthez,dessen absolutistische Anschauungen unbekannt waren,sollte das erste Opfer des Bannspruchs werden, der überden Zirkel ausgesprochen worden war. Sein Buch sollte,nach dem klassischen Worte, zerrissen werden. Lucienweigerte sich, den Artikel zu schreiben. Diese Weigerungerregte bei den angesehenen Männern der royalistischenPartei, die zu dieser Besprechung gekommen waren, dasgrößte Ärgernis. Man erklärte Lucien rund heraus, ein Neu-bekehrter hätte keinen Willen; wenn es ihm nicht paßte,der Monarchie und der Religion zu dienen, dann könnte erin das Lager zurückkehren, aus dem er gekommen war.Merlin und Martainville nahmen ihn beiseite und machtenihm freundschaftlich klar, daß er Coralie dem Haß preis-gab, den die liberalen Zeitungen ihr geschworen hätten,und daß sie die royalistischen und ministeriellen Blätterdann nicht mehr hätte, die für sie eintreten könnten.Die Schauspielerin würde, wenn er sich richtig benähme,ohne Zweifel Gegenstand einer hitzigen Polemik werden,die ihr den Ruhm brächte, nach dem alle Schauspie-lerinnen so begierig sind.
„Sie verstehen nichts davon," sagte Martainville zuihm; „sie wird drei Monate lang während des Kreuzfeuers
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