als Handelsrichter kannte er die Lage dieser beiden Buch-händler. Er gab Lucien viertausendfünfhundert Franken,machte aber die Bedingung, daß Lucien in seinem In-dossament die Worte schrieb: ,Wert in Seidenwarenempfangen'. Lucien ging schnurstracks zu Braulard underledigte mit ihm alles sehr gut, so daß Coralie einenschönen Erfolg erwarten durfte. Braulard versprach, zurGeneralprobe zu kommen, und tat es auch, um dieStellen auszumachen, wo seine Garde ihre Schlägel, dieaus Fleisch und Knochen bestanden, rühren und denErfolg herbeiführen sollten. Lucien übergab Coralie denRest seines Geldes, verbarg ihr aber den Schritt, dener bei Camusot getan hatte; er beruhigte die Aufregungder Schauspielerin und Berenices, die vor lauter Unruheschon nicht mehr den Haushalt besorgen konnten. Mar-tainville, der zu den Menschen der Zeit gehörte, die ammeisten vom Theater verstanden, war ein paarmal ge-kommen, um mit Coralie ihre Rolle durchzugehen. Lucienhatte von mehreren royalistischen Redakteuren das Ver-sprechen günstiger Artikel erhalten, er konnte also nichtsBöses befürchten. Am Tage vor dem ersten AuftretenCoralies geschah etwas, was für Lucien schlimm war.D'Arthez' Buch war erschienen. Der Chefredakteur desBlattes von Hector Merlin gab das Werk Lucien, da manihn für den Besten hielt, der darüber berichten konnte: erverdankte seinen verhängnisvollen Ruf auf diesem Gebieteden Artikeln, die er über Nathan geschrieben hatte. Eswaren eine Menge Menschen auf der Redaktion, alle Mit-arbeiter waren da. Martainville war auch gekommen: eswar beschlossen worden, die royalistischen Zeitungen soll-ten gegen die liberalen Blätter auf der ganzen Linie denKampf eröffnen, und er wollte sich über einen bestimm-ten Punkt verständigen. Nathan, Merlin, alle Mitarbeiterdes ,Reveil' sprachen über den Einfluß des halbwöchentlich
152