Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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mein Sechstel wiederbekomme, sie haben es mir verkauft,ich muß ihnen dienen; aber zuvor wollte ich über LuciensAussichten Gewißheit haben . . ." „Sie verdienen IhrenNamen," sagte des Lupeaulx lachend. „Aber ich liebeMenschen Ihrer Art..." „Können Sie also Plorine ein end-gültiges Engagement verschaffen?" fragte Finot den vor-tragenden Rat. „Ja, aber schaffen Sie uns Lucien vomHalse, denn Rastignac und Marsay wollen seinen Namennicht mehr hören." „Da können Sie ruhig schlafen," sagteFinot. „Nathan und Merlin werden immer Artikel haben,deren Aufnahme Gaillard versprochen hat, Lucien wirdnicht eine Zeile unterbringen können, und wir schneidenihm so den Unterhalt ab. Er wird nur das Blatt von Mar-tainville haben, um sich und Coralie zu verteidigen: einBlatt gegen alle, da ist kein Widerstand möglich." „Ichwerde Ihnen mitteilen, an welchen Stellen der Ministerempfindlich ist; aber Sie müssen mir das Manuskript desArtikels liefern, zu dem Sie Lucien bringen," erwidertedes Lupeaulx, der sich hütete, Finot zu sagen, daß dieOrdonnanz Lucien nie im Ernst versprochen worden war.Des Lupeaulx verließ das Foyer. Finot trat wieder zuLucien und setzte ihm in dem gutmütigen Ton, von demsich so viele Menschen fangen lassen, auseinander, wiesoer nicht auf die Mitarbeit, die Lucien ihm schuldig war,verzichten könnte. Finot wies den Gedanken an einenProzeß, der die Hoffnungen, die sein Freund auf dieroyalistiscke Partei setzte, zerstören würde, weit von sich.Pinot liebte die Männer, die stark genug waren, um kühnihre Meinung zu ändern. Würden nicht Lucien und ersich noch oft im Leben treffen, könnten sie sich nichtnoch tausend kleine Dienste erweisen? Lucien brauchteeinen sichern Mann in der liberalen Partei, um die Mini-steriellen oder die Ultras angreifen zu lassen, die sichweigerten, ihm zu dienen.

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