Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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der sich aus dem Liberalen und fanatischen Voltairianer,der er anfangs gewesen war, in einen wütenden Royalistenund Romantiker verwandelt hatte, stand also unter demGewicht der Feindseligkeit, das über dem Kopf des Manneshing, der von den Liberalen der Zeit am meisten ver-abscheut wurde, über dem Kopf von Martainville, derder einzige war, der ihn verteidigte und liebte. DiesesZusammenhalten schädigte Lucien. Die Parteien sindgegen ihre vorgeschobenen Posten undankbar. Sie nen-nen sie oft sentimental ihre ,verlorenen Kinder', aber siegeben sie mit Willen preis. Insbesondere in der Politikmüssen die, die sich durchsetzen wollen, sich zur Haupt-masse der Armee halten. Das Bösartigste, was die kleinenBlätter taten, war, Lucien und Martainville zusammen-zukoppeln. Der Liberalismus warf sie einander in dieArme. Diese angebliche oder wirkliche Freundschaft trugihnen gallige Artikel ein, die Felicien geschrieben hatte,der über die Erfolge, die Lucien in der vornehmen Gesell-schaft errang, verzweifelt war und, wie alle früheren Kame-raden des Dichters, an seine demnächst bevorstehende Er-hebung in den Adelstand glaubte. Der angebliche Verratdes Dichters wurde jetzt noch viel schlimmer hingestelltund mit sehr erschwerenden Umständen ausgeschmückt.Lucien wurde der kleine Judas und Martainville der großeJudas genannt, denn Martainville wurde mit Recht odermit Unrecht beschuldigt, er hätte im Krieg den feind-lichen Armeen die Brücke von Pecq ausgeliefert. Lucienmachte des Lupeaulx gegenüber lachend den Scherz, wasihn angehe, habe er ohne Zweifel die Eselsbrücke geliefert.Luciens üppiges Leben, obwohl es hohl und auf Hoff-nungen gegründet war, empörte seine Freunde, die ihmweder seine Equipage verziehen, denn für sie fuhr ernoch immer in ihr, noch den Glanz seiner Wohnung inder Rue de Vendöme. Alle fühlten instinktiv, daß ein

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