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2 (1890) Schluss
Entstehung
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ANLAGEN. II.

Mit Sachsen war Frankreich und Baiern vorher schon indiesem Sinne einig geworden. Georg Tl König von Englandund Kurfürst von Hannover erklärte sich neutral, was einerBilligung der Wahl Karl Alberts hei der Mehrheit derWähler desselben gleichkam. Auch diese Frage hatte PhilippKarl jedenfalls in Erwägung gezogen, aber verwerfen müssen,da ohne ihn als Erzkanzler eine Wahl unmöglich war. Dieböhmische Wahlstimme wurde allseitig ausgeschlossen. DieWahlverhandlungen begannen. Als der Kurfürst der Pfalzam 6. Januar i 741 anfrug, ob es rathsam sei, wegen desschlesischen Kriegs die Wahl auf drei bis vier Monate zuverschieben, hatte dieses Philipp Karl den andern Kurfürstenmitgetheilt, eine Verschiebung fand jedoch nicht statt. DieWahl wurde nun auf den 2 1. ()ctober 1 74 1 festgesetzt. PhilippKarl brach am 20. October von Mainz auf, übernachtetein Höchst und hielt am 21. October mit grosser Prachtseinen Einzug in Frankfurt. Eine Darstellung des Zugsbefindet sich zu Eltz. 5 6 ) Belisle musste sich am Tage vorder Wahl nebst den andern fremden Gesandten aus derStadt entfernen, kam aber am 2 1. ()ctober Abends wiederzurück. Am 20. October hatte der Kurfürst dem Frank-furter Stadtmagistrat den Auftrag gegeben, dass das Trauer-behänge des Wahlsaales entfernt werde. Der Kurfürst waram 21. October in einer schönen, innen und auswendig mitrothem Sammet überzogenen, reich in erhaben gearbeitetemGold gestickten Kutsche eingezogen. Kanonenschüsse be-grüssten dessen Einzug, Garnison und Bürgerschaft standenin Parade zum Empfange. Er bezog den Compostel. Am4. November wurden die Praeliminarconferenzen im Römereröffnet, die böhmische Kurstimme erfuhr für diesmal eine