KURFÜRST PHILIPP KARL ZU MAINZ. 313
beanspruchte nach dem Aussterben der Grafen von Hanauden Alleinbesitz; des Freigerichts, während der Landgrafdie Gemeinschaft wie früher fortsetzen wollte. In dieserStreitfrage erschienen: Kurzer Anhang zu der KurmainzerI )eduction in Sachen des Grafen Wilhelm von Hessen-Gassel gegen den Churfürsteri von Mainz wegen des Frei-gerichts zum Hanauischen Antheil i73 7- 4 °) Die Sachekam an's Kammergericht, den Reichstag und Reichshofrath.Philipp Karl wendete sich in Schreiben vom 12. December1 737, 22. December 1739 unc ^ 3°-J uU r 74° an den Kaiser,* 1 }im Jahre 1748 erst kam die Sache durch Vergleich zumAustrag.
Im Jahre 1737 trug die Herrschaft Vukovar an Brücken-geld vom Februar bis April einschliesslich 196 Gulden80 Kreuzer, von Grund und Boden 1257 Gulden 61'/, Kreuzer,an Weinschankgeld 537 Gulden 50 Kreuzer, an Brand-zins 20 Gulden, Wald 189 Gulden, Spelzpacht 40 Gulden,im Ganzen 2349 Gruden 66 Kreuzer ein.
Die Ausgaben, darunter die Nebenkosten bei der Ueber-nahme, dem Bevollmächtigten von Rimanoczi, Geschenkean Beamte, welche bei der Uebergabe betheiligt waren.298 Gulden 48 Kreuzer, für das Mahl dabei und andereszusammen 569 Gulden 25 Kreuzer betrugen so viel als dieEinnahmen. Im Jahre 1737 war die Landwirthschaft inSlavonien und Syrmien arg gedrückt, manche Besitzer hattendie Lust an derselben verloren, den 22. Mai 1737 nahm sichder Kaiser der Klagen der l'nterthanen in Slavonien wegenBedrückung durch Contributionslasten und unzureichendeJustizverwaltung an und missbilligte die Unruhen gegen dieGrundherren und Provisoren, doch sollten die Vorspann und