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ANLAGEN. II.
monat. Die Entschlossenheit Philipp Karls bewahrte auch1735 die Stadt Mainz vor dem feindlichen Überfall, der Ver-rath des Obristlieutenants Coligny wurde zeitig entdecktund vereitelt, aber das Land bei Mainz litt unter endlosenMärschen, Einlagerungen und Erpressungen. Unerwartetkam am 3. October 1735 der Friede zu Stande. Trotzdemruhte Philipp Karl nicht, seine Residenz Mainz auf ge-hörigen Kriegsfuss zu setzen. Er erhöhte die ständigeBesatzung von zwei Regimentern auf fünf, dieselben erhieltendie Namen: Wambold, Rüdt, Welsch, Kitz und Winzingc-rode. Ihre Leitung vertraute er dem Commandanten Feld-marschalk Wambold. Er liess 1738 bis 1740 an Stelledes am 11. September 1723 abgebrannten alten Zeughausesdas jetzige Mainzer Zeughaus von einem italienischen Bau-meister erbauen und weihte es selbst feierlich ein.
Am 24. Januar 1734 hatte der Kurfürst den ChristofNebel seinen Generalvicar zum Weihbischof weihen lassen,die Äbte Adolf von Eberbach und Jacob (Münch) vonIlbenstatt waren anwesend, über die Sache erschien eineGratulationsschrift im Druck.37) Im October 1736 gabPhilipp Karl eine Ordnung für Sterbefälle und Begräbnisse^ 8 )am 29. August 1737 eine solche für den Clerus und dasGencralvicariat. 39) In einem an den Kaiser am 26. Februar1 736 gerichteten Schreiben bat er um ein Krlaubnissdecretwegen der immer mehr zunehmenden Münzverwirrung underliess auf Gund desselben ein sehr entschiedenes Münz-devalvationsdecret, welches vielen andern Reichsständen zumMuster diente. Im Jahre 1737 kam es zwischen Kurmainzund dem Landgrafen von Hessen-Cassel wegen des Frei-gerichts Welmitzheim oder Alzenau zum Streite. Mainz