3r6 ANLAGEN. II.
unentbehrlichen Befestigungsfuhren von den Contributionenabgezogen werden. Auch versprach er bessere Handhabungder Polizei gegen die Räuber. 42) Am 22. Mai 1737 quittirteGraf von Kuffstein, dass er von Kurfürst Philipp Karl ge-mäss des am 15. December 1736 gemachten Kaufvertrags37,500 Gulden für die Herrschaft Vukovar als Abschlags-zahlung erhielt.43) Am 4. August 1737 zahlte der Kurfürstfür den Rest Kaufschilling von 37,500 Gulden die Zinsenab.44) Im Jahre 1737 erlitt die Herrschaft an Contributionenund Arbeiten zum Abhauen der Wälder jenseits des Sau-stroms durch 950 Unterthanen innerhalb 16 Tagen' mit15 200 Handrobothen und weitere 383 Unterthanen während39 Tagen mit 14937 Robothen, an Schanzarbeiten mit220 Mann an 3509 Robothen, für Fuhren und Proviant,Verlust an Vieh und Wagen einen Gesammtverlust von55441 Gulden 15 Kreuzer. 45) Am 5. Januar 1737 wurdezu Wien ein Additionalrecess zum Kaufbrief errichtet, imFalle im Jahre 1737 ein Krieg mit den Türken ausbrecheund die Herrschaft unter türkische Botmässigkeit komme,solle der Kurfürst den Verlust tragen, im Fall derselbe dannnicht vom Kaiser und der Staatskasse entschädigt werde,solle der Verlust dem Verkäufer zur Fast fallen. 4 6 ) DieHerrschaft Vukovar wurde 1737 durch den Feldzug, dasAuf- und Abmarschiren der Truppen hart mitgenommen.Vukovar besass als Flauptort eine Caserne für zwei DrittelCompagnie Oivallerie, eine andre wurde in Diakovar erbaut.Bau und Unterhaltung beider Casernen fielen den Unter-thanen zur Fast, der Bau der Caserne zu Diakovar beliefsich auf 1325 Gulden, wovon 1737 900 Gulden bezahltwurden. Für die Durchmärsche der Truppen sorgte man