KURFÜRST JACOB VON TRIER 1567—1581. 293
Wagen, vor ihm ritt Anton zu Eltz das entblösste Schwertals Sinnbild der weltlichen Herrschaft in der Hand. DemWagen folgten das Domcapitel, Grafen, Freiherrn, Räthe.Secretäre und der Hofstaat des Kurfürsten. Am St. Simeons-thore beglückwünschte Ludwig von Hagen, während desStreits kaiserlicher Statthalter zu Trier, den Kurfürsten undübergab demselben die Schlüssel der Stadt, es folgten zurBegrüssung der Stadtsyndicus und die Amtsmeister, vor demDom begrüsste im Namen der Universität der Jesuit undDomprediger Peraxylus den Kurfürsten. Im Dom angelangtbestieg der Kurfürst den Thron, der Clerus stimmte das:»Te deum laudamus« an, worauf der Kurfürst in den Palastgeleitet. Die Honoratioren der Stadt wurden nach alter Sittezur Tafel gezogen. Auf diese Weise hielt Jacob nach langemStreit am 24. Mai 1580 seinen Einzug in Trier, die Schlüsselder Stadt wurden im Palast niedergelegt, das Rathhaus undder Gerichtshof unter Siegel gelegt und der bisherige Stadt-rath abgesetzt. Zur Erinnerung an Jacobs Einzug in Trierwurde eine Medaille geprägt. Auf der einen Seite befindetsich das gut getroffene Prustbild des Kurfürsten mit derUmschrift: Jacob. D. G. AEPS. Trev. Prin. Elec. Adm. Prüm.1580. aet. 70. Auf der andern Seite das Trierer undFamilienwappen mit dem Prümer Wappen und die Umschrift:Sententia a Rodolpho 2 Imperatore lata Trevirim intravitA? 1580 24 May. Auf den 27. Mai ward die Huldigungauf dem Plauptmarkt vorbereitet, die Stadt schwur an diesemTage dem Kurfürsten Treue und Gehorsam als Landesherrn.Nach (.ler Huldisfune vereinte Jacob den Zünften und Amts-häusern 25 fette Hammel und den nöthigen Wein dazu,angeblich waren es fünf Fuder Wein. Acht Tage später