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handeln habe. Sie sollten nun Vertrauen haben und keines-wegs an seiner Milde gegen die Bürger zweifeln, es aberauch nicht daran fehlen lassen, sich als gute, gehorsameBürger dem Erzstifte und ihm zu erweisen. Er werde siebald davon überzeugen, dass Alle in seiner Milde mehrSchutz finden würden, als sie in seiner Beleidigung Gefahrzu bestehen gehabt. Von dieser Rede zu Thränen gerührtund voll Ereude über solche väterlich milde Gesinnungwarfen sich die Abgesandten, welche Strafreden erwartethatten, dem Kurfürsten zu Füssen. Dieser aber voll De-muth wie Milde hiess sie rasch aufstehen. Nach der Tafelkehrten die Abgeordneten nach Trier zurück, die des Stadt-raths nicht gerade froh und zuversichtlich wie die derBürgerschaft. Es erhob sich in Trier Zwiespalt zwischenVolk und Stadtrath, auf Wunsch des Volks setzte Jacobfür die Zeit, bis er seinen Einzug in Trier halte, den Dom-probst Johann von Schönberg als vorläufigen Statthalter derStadt ein. EJnterdessen berief der Kurfürst durch Schreibendie Amtmänner und Lehensleute des Erzstifts mit einigerbewaffneter Mannschaft nach Wittlich, um von da, wo dieAussöhnung stattgefunden, auch den Zug nach Trier anzu-treten. Am Freitag vor Pfingsten den 20. Mai 1580traf Jacob von Wittlich kommend in Pfalzel ein, wo erübernachtete, Tags darauf zog von Pfalzel gegenüber derbesonders glänzende Zug nach Trier. Voran ging eineSchaar ausgesuchter Reiter mit Trompetern, dann dreihundertMann zu Fuss aus den verschiedenen Städten des Erzstiftsin den Farben der einzelnen Städte; die Amtmänner undjungen Söhne aus dem Landadel folgten. Hinter diesenkam der Kurfürst mit dem Weihbischof Peter Binsfeld im