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2 (1890) Schluss
Entstehung
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272 ANLAGEN. I.

zwei grosse Geschütze aufgestellt. An dem Altthor, wo ehe-dem die Dreifaltigkeitskirche stund, wurde; ebenfalls ein Wallerrichtet. Hierbei richteten die Bewohner vielen Schadenan Obstbäumen und Anderm an. J 3)

Während sich der Kurfürst mehr abwartend verhielt.und auf den hessern Theil der Bevölkerung baute, legtendie Trierer dieses Ruhigverhalten des Kurfürsten falsch ausund gingen zum Angriff über. Sie erbaten sich Hülfe vonLuxenburg und Lothringen gemäss der alten Verträge undmachten durch diese verstärkt am 14. Juni 1568 durchmehrere glückliche Ausfälle nur kühner geworden, einenAusfall gegen die in Zur Lauben aufgestellte Mannschaft,steckten dabei mehrere Häuser in Brand, schlugen die Kur-fürstlichen in die Flucht und eroberten zwei Kanonen. Un-vorsichtigkeit der Wache war Ursache dieses Erfolges, derim .Angesicht der ganzen Macht des Kurfürsten jenseits derMosel statt hatte. Jacob, von diesem Ereigniss betroffen,versammelte am andern Tag in der Abtei St. Maximin dieBefehlshaber zum Kriegsrathe. Anton zu Kitz drang un-zufrieden mit dem schonenden Benehmen des Kurfürstengegen Trier und ergrimmt über den Vorfall vom Tage vor-her, auf ernstes I ''.inschreiten, sofortige Beschiessung undErstürmung der Stadt. Darauf soll Kurfürst Jacob seufzendgesagt haben: »Das sei ferne von mir; viele Bekannte undGetreue weilen in der Stadt und nie werde ich zugeben,dass ihnen eine Gefahr bereitet werde.« Ein Verräther hatteden Trierern ( )rt und Zeit dieser Berathung angegeben, dieBelagerten machten daher in der Hoffnung, den Kurfürstenmit seinen Befehlshabern unvorbereitet und wehrlos gefangenzu nehmen, einen Ausfall zu diesem Zwecke. Bereits hatten sie