2 jO DRITTE ABTHEILUNG. ERSTES HAUPTSTÜCK.
zu Fitz für hundert Mark Münstermaifelder Währung gegenErzbischof Balduin von Trier auf zwei Fuder Weinrentezu Moselkern und nahm solche als Erbburglehen der Burgzu Mayen zurück. 8 ) Ums Jahr 1330 war Johann in eineFehde verwickelt. Symon und Dietrich Gebrüder vonKempenich und Gerhard von Kempenich Bruderssöhnewaren über den Besitz des Schlosses und der PlerrschaftKempenich in Streit gerathen. Gerhard machte Ansprücheauf die Belehnung mit dem ganzen Besitz. 9) Hierüber ent-stand Fehde. Am 26. Februar 1330 verbündeten sich dieGerhard von Landscron, Vater und Sohn mit Johann Burg-grafen zu Rheineck, Georg von Eych, Dietrich von Schön-burg und Andre genannt die mit den rothen Ärmeln gegendie mit den weissen Ärmeln Simon und Dietrich vonKempenich sowie Johann zu Fitz mit sechzig wohlgerüstetenMannen zu dienen, um Kempenich zu gewinnen. AufGerhards Seite stand Frzbischof Balduin von Trier, welcherdemselben die halbe Burg Kempenich zu Lehen gegebenhatte. Nach Sitte der Zeit war die Fehde reich an Brandund Verheerung, Dietrich von Kempenich erwarb sich da-bei den Namen des Sengers. Simon von Kempenich be-festigte die Kirche zu Kempenich, wurde aber in derselbenvon Gerhard von Landscron eingeschlossen und musstesich ergeben. Beide kamen desshalb in den Kirchenbann. 10 )Arn 11. Juni 1331 machten die Kurfürsten Balduin vonTrier und Heinrich von Cöln sowie die von den rothenArmein mit Simon von Kempenich, Johann zu Fitz undderen Helfern zu Lahnstein eine Sühne. Will der CölnerErzbischof gerichtet sein von Simon von Kempenich, so solldieser ihn zuerst richten, und dann der Kurfürst von Cöln