i 4 6 ZWEITE ABTHF.ILUNG. DREIZEHXTES HAUPTSTÜCK.
Der Kutscher Andreas Pöhler fuhr den Domprobst zu Eltzin dem Favorite Berliner Wagen mit zwei Aufwartgeschirrenund rothem Leitseil, Graf Anselm Casimir Obristkämmererfuhr mit dem ()bristmarschalk Grafen von Ingelheim unddem Obriststallmeister von Breitbach in dem neuen blauSammt und neuen gelben Sammt Berliner Wagen. '9 6 )
Lange Jahre schon forderte der Vorstand der Lieb-frauenkirche für die Betglocke derselben jährlich 4 Kopf-stück Beitrag. Dieses Ansinnen wurde stets abgeschlagen.Um aber das Drängen los zu werden, einigte sich AnselmCasimir 1768 mit dem Kirchenvorstand dahin, dass er fürsich und seine Nachkommen auf die ihm zustehende Hälfteder Gebühren für Gräber und Einsicht der Kirchenrechnungenverzichtete, aber für seine Bedienten und Hausgenossenfreies Begräbnis für Erstere in der Kirche, für Letztereauf dem Kirchhof verbunden mit dem dabei üblichenGeläute frei vorbehielt, worauf der Kirchenvorstand ein-ging. ^7)
Zu Buchholz besass Anselm Casimir den ehemalsfürstlich Bambergischen Zehnten aus dem sogenanntenKolbenhof, der in 5 Malter 6 Simmer Breimehlshafer,4 Reichsthaler 10 Albus Geld an Wiesen-, Gänsen- undHühnerzinsen bestand, die auf Martini in den BambergerHof zu Boppard geliefert werden mussten. Zehntherr warAnselm Casimir nur auf gewissen Stücken, in den Zehntenselbst theilten sich die Trierer Kammer, das Stift zu Wormsund der Pfarrer zu Hersehwiesen mit je einem Drittel.Zehntherr zu Udenhausen waren von Eltz zu zwei Drittelund der Ortspfarrer für den Rest. Im Jahre 1 768 entstandwegen des Kappes- und Grundbirnenzehnten ein Prozess