DIK LTNIE ZU ELTZ ZU KEMPENICH. i ig
des Domprobsts, bestimmt worden, der Schulfonds zu Ungarnund in Mainz und sollte dasselbe zur Verbesserung desSchulwesens dienen. Seine bedeutende Gemäldegalleriewurde zu Mainz öffentlich versteigert, um gleichem Zweckezu dienen. "5) Eine Commission übernahm die Regelungder Erbschaft. Die Vertheilung misslang, da sich Vicariatund Regierung zu Mainz über ihre Befugniss stritten, esentstand ein Prozess darüber; der Kurfürst blieb neutral.So lag die Sache, als die Franzosen einzogen und dasbedeutende Vermögen beschlagnahmten.
3) Johann Jacob Franz geboren 11. April 1703 wurdeam 11. Juli 1726 als Domherr zu Trier aufgeschworenund erhielt durch den Verzicht des Franz Friedrich vonGreifenclau dessen Wirzburger Pfründe. Er leistete am15. Mai 1733 den Eid als Domherr zu Speier. Ausser-dem wurde er Kurmainzer wirklicher Geheimrath undScholaster des Reichsstifts Odenheim und Stiftsherr zuBruchsal, wo er am 6. Mai 1770 am Schlagfluss starb undbegraben ward. Er besass in Wirzburg einen Domherrn-hof, genannt Kleinöttingen, welcher 1720 noch im Besitzdes Karl Dietrich von Aufsess war, im District IIINo. 88 der Domer Schulgasse lag" 6 ) und von JohannJacob für 4000 Gulden gekauft und zur Wohnung seinerErben, im Falle Einer eine Pfründe am Wirzburger Stifterhalte, bestimmt worden. "7) Sein Neffe Johann JacobSohn Anselm Casimirs zu Eltz seines Bruders besass zuWirzburg eine Pfründe, die er von Johann Jacob 1762resignirt erhalten hatte. Dieser wurde Johann Jacobs Ge-sammterbe für dessen beträchtliche Erbschaft. Eigentüm-lich und originell ist die Art seines Testaments. Es fanden