Il8 ZWEITE ABTHEILUNG. DREIZEHNTES HAUPTSTÜCK.
In der Kirche von St. Ignaz zu Mainz Hess er den St. Nepo-mukaltar mit dessen Bildsäule und dem Eltzer Wappen an-fertigen. Den Abend seines Lebens brachte er zu Mainz zu.Seine Einkünfte, etwa 75,000 Gulden, verwendete er auf dieedelste Art. Der Domprobst war Kunstsammler und hatteeine bedeutende Gemäldegallerie zusammengebracht, dabeimanches Talent, aber auch manchen verschämten armenKünstler durch Ankauf der Erzeugnisse desselben unter-stützt. Keine Kirche wurde erbaut, keine wohlthätige An-stalt begründet, ohne dass Hugo Franz mitgeholfen hätte.Im Mainzer Dom stiftete er auch die sogenannte Zügen-glocke, womit bei dem Sterben eines Christen zweimaligesZeichen, nach dem Tode ein dreimaliges gegeben werdensollte. Damit war ein vierzigtägiger Ablass verbunden fürdie, welche bei diesem Glockenzeichen für die Eintrachtder fürstlichen Häupter, Ausrottung der Ketzereien undVerbreitung des katholischen Glaubens beten. Am 8. No-vember 1773 trat diese Stiftung in Kraft. "4) Sein Haus-halt war glänzend und reich die Zahl seiner Diener, jedochnicht aus Prunksucht, sondern nur zur Wahrung seinerWürde und um seine Einkünfte unter die Mitmenschen zubringen. Sonst war des Domprobsts Auftreten anspruchlos,fromm und christlich an und für sich. Dieses Auftretenmachte ihn in Mainz und überall äusserst beliebt. HugoFranz Karl starb den 27. Juni 1779 zu Mainz und wurdeim Mainzer Dom im Ostchor vor dem Eltzer Altar beerdigt.Sein ganzes Vermögen, über das er mehrere Testamenteerrichtete, erhielt ausser Legaten an seine Familie und aneinen Fonds, der zur Stiftung eines Hauses für betagte,dürftige Priester zu Eddersheim, dem Sommeraufenthalt