Druckschrift 
2 (1890) Schluss
Entstehung
Seite
103
Einzelbild herunterladen
 

DIE LINIE ZU ELT/. ZU KEMPENICH. 103

Herrn das Haus zum Gebrauche einräumen. Als Nutz-messung erhielt Lauteren die Keller, Stallungen und Vieh-hof, das Plankengärtchen, das Gärtchen an der Bach, denPlatz an dem steinernen Kreuz nächst der niedern Brücke,das Gebück genannt, den Weinberg hinter Eltz unter demMesserweg mit dem Baumstück nächst der Laubhecke unddem Gartenfeld dabei, die alte Wiese und den alten Garten,welcher mit einer Mauer umgeben ist. Lauteren soll mitden Frohndern die nöthige Arbeit verrichten lassen undjährlich den Wierscheimer Zins nach Coblenz liefern, er über-nimmt die auf dem Hause Eltz lastenden Beschwerdennämlich die Geistlichen, die vom Sonntag im Advent biszum Sonntag Quadragesima ausschliesslich Sonntag undFeiertags den Gottesdienst auf der Burg besorgen, zu be-stellen und zu bezahlen, den Pater Stationär auf St. Thomas-tag, Neujahr und Gründonnerstag aufzunehmen und miteinem Schinken zu verköstigen, die Wierscheimer Prozessionauf Christi Himmelfahrt und Frohnleichnamstag nach altemGebrauch zu verköstigen, wofür er noch den Antheil amStandgeld auf dem Cardener Markt erhält. Lauteren solljährlich in der Waldung zehn Eichenbäumchen setzen, diezu Wierscheim, dem Neuhof, der Moselkerner Mühle undan der Eltz gelegenen Mühle fallenden Korn-, Spelz-, Hafer-und Heuzinsen erheben, das Ackergeld in den Waldungennebst Strafen verrechnen; Jagd und Fischerei bleibt derHerrschaft vorbehalten./ 6 )

Zu Buch besassen die zu Eltz und von der Leyengemeinschaftlich den Zehnten und hatten damit die Bau-pflicht der Kirche. Im Jahre 1723 erbauten dieselben miteinem Aufwand von über 1000 Reichsthaler die Kirche zu