6o ZWEITE ABTHEILUNG. ZWÖLFTES HAUPTSTÜCK.
als bei den Unterthanen des obern Erzstifts Trier und denTrierern beliebt und verehrt. Während des Kriegs mitFrankreich blieb er fast stets in Trier und verwaltete dieAngelegenheiten der Stadt im Namen des Kurfürsten.
Im Jahre 1689 forderte der französische Intendant zuLuxenburg von der Abtei Prüm 8000 Livres Contribution,eine geradezu unmögliche Summe. Kurfürst Johann Hugoforderte am 2. Juli 1689 den Hugo Emmerich zu Eltzauf, sich für Ermässigung dieser Summe zu verwenden.Im März 1689 drohten die Franzosen, Trier zu zerstörenund einzuäschern. Am 31. März 1689 ersuchte KurfürstJohann Hugo den Hugo Emmerich, dahin zu wirken, dassJemand nach Paris reise und dort Vorstellungen wegendieser Drohung mache. Er empfahl ihm diese Reise, daderselbe der französischen Sprache mächtig sei und so denAuftrag am besten ausführen könne. Er solle desshalb dieReise ohne Aufenthalt antreten und bewilligte für solchegern die Kosten. Am 8. April 1689 theilte Hugo Emmerichdem Kurfürsten mit, dass die Franzosen mit Zerstörungder Moselbrücke und Stadtmauer, die Generale de Montalund Marquis de Eannois mit Brandschatzung drohten. Am1 1. April 1689 schrieb der Kurfürst von Erenbreitsteinaus an Flugo Emmerich und bat um Verwendung in derSache. Im Jahre 1690—1695 leistete Hugo Emmerichviel zur Erleichterung der übermässigen Fast in Folge derdem Erzstifte auferlegten französischen Contributionen.
Im Jahr 1539 hatte Kurtrier dem Pfalzgrafen LeopoldLudwig und dessen Mannslehenerben die Grafschaft Veldcnznebst Unterthanen, ausgenommen den Veklenzer Burgfriedenin dem Flochgerichtsbezirk des Amts Berncastel mit Hoch-