schritt — eine wundervolle Mystifikation für den Bour-geois! Unsere junge Literatur stellt Gemälde hin, in denenalle Gattungen der Komödie und des Dramas, die Schilde-rungen, die Charaktere, der Dialog, von den Verschling-ungen einer interessanten Fabel gehalten, zusammengefaßtsind. Der Roman, der das Gefühl, den Stil und das BUdverlangt, ist die eminenteste moderne Schöpfung. Er folgtauf die Komödie, die mit ihren alten Gesetzen bei unsernmodernen Sitten nicht mehr möglich ist. Er umfaßt dieTatsache und die Idee in seinen Erfindungen, und sie er-fordern den Geist von la Bruyere und seine einschneidendeMoral, eine Behandlung der Charaktere, wie sie Molierehinstellte, und wie wir sie aus den kolossalen Geistes-werken Shakespeares kennen, und die Wiedergabe der zar-testen Stürme der Leidenschaft, die der einzige Schatzist, den uns unsere Vorgänger hinterlassen haben. Auchist der Roman der kalten und mathematischen Diskussion,der trockenen Analyse des achtzehnten Jahrhunderts weitüberlegen. ,Der Roman', so kannst du sentenziös sagen,,ist ein amüsantes Epos.' Zitiere Corinna, stütze dich aufMadame de Stael. Das achtzehnte Jahrhundert hat allesin Frage gestellt, das neunzehnte hat die Aufgabe, Schluß-folgerungen zu ziehen: es schließt mit Wirklichkeiten, undzwar mit Wirklichkeiten, die lebendig und in Bewegungsind; es läßt die Leidenschaft spielen, ein Element, dasVoltaire unbekannt war. Hier eine Tirade gegen Voltaire.Was Rousseau angeht, so hat er nur verkleidete Systemeund Beweisführungen hingestellt. Julie und Clara sindEntelechien, sie haben weder Fleisch noch Knochen.Hier kannst du abspringen und sagen, daß wir dem Frie-den, den Bourbonen eine junge und originelle Literaturverdanken, denn du schreibst für ein Blatt des rechtenZentrums. Mache dich über diejenigen lustig, die Systemeaufstellen. Zuletzt kannst du mit einer schönen Regung
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