Lousteau kam mit Hector Merlin und Vernou, um Lu-den zu besuchen, der sich überaus geschmeichelt fühlte,Gegenstand ihrer Aufmerksamkeiten zu sein. Felicienbrachte Lucien hundert Franken als Honorar für seinenArtikel; die Zeitung hatte es für richtig gehalten, eineso treffliche Arbeit zu honorieren, um den Verfasser ansich zu ziehen. Als Coralie diese Journalistenversammlungsah, schickte sie nach dem Cadran bleu, dem nächstenRestaurant, um dort ein Dejeuner holen zu lassen; dann,als Berenice meldete, daß alles bereitstand, lud sie alleein, in ihr schönes Speisezimmer hinüberzugehen. Als sieeine Weile bei Tische saßen und der Champagner ihnenzu Kopf gestiegen war, kam der Grund zu dem Besuch,den seine Kollegen Lucien machten, an den Tag.
,,Du willst dir doch", sagte Lousteau zu ihm, „Nathannicht zum Feinde machen? Nathan ist Journalist, er hatFreunde, er könnte dir bei deinem ersten Buche einenschlimmen Streich spielen. Hast du nicht den , Bogen-schützen Karls IX.' zu verkaufen? Wir haben Nathanheute morgen gesehen, er ist in Verzweiflung; aber dumußt jetzt einen Artikel schreiben, in dem du ihn tüchtigherausstreichst." „Wie? Nach meinem Artikel gegen seinBuch wollt ...?"
Emil Blondet, Hector Merlin, Etienne Lousteau, FelicienVernou unterbrachen allesamt Lucien mit lautem Ge-lächter.
„Hast du ihn nicht zu übermorgen zum Souper hierhergeladen?" fragte ihn Blondet. „Dein Artikel", sagte Lou-steau zu ihm, „ist nicht gezeichnet. Felicien, der keinsolcher Neuling ist wie du, hat nicht verfehlt, ein C. dar-unterzusetzen, mit dem du nun in Zukunft deine Artikelin seinem Blatt, das ausgesprochen zur Linken gehört,unterzeichnen kannst. Wir gehören alle zur Opposition.Felicien war zartfühlend genug, deine künftige Partei-
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