z u nehmen. Die Marquise d'Espard, Frau von Bargetonund der Salon der Gräfin von Montcornet interessierensich für den Reiher, und ich habe versprochen, Laura undPetrarca, Frau von Bargeton und Lucien miteinanderzu versöhnen." „Ah!" rief Lucien, dem in allen Adernirisches Blut rollte, und der die berauschende Wonne dergestillten Rache kostete, ,,ich habe sie also unter meinen^ußen! Ihnen verdanke ich es, daß ich meine Feder,meine Freunde, die verhängnisvolle Macht der Presse an-bete. Ich habe noch keinen Artikel über das Fischbeinund den Reiher geschrieben. Ich werde hingehen, meinLieber," sagte er und legte seinen Arm um Blondet, „ja,ich werde hingehen, aber erst, wenn dieses Paar das ganzeGewicht dieses leichten Dinges verspürt hat!"
Er nahm die Feder, mit der er den Artikel über Nathangeschrieben hatte, und schwang sie in der Luft.
„Morgen schleudere ich ihnen zwei kleine Spalten anden Kopf. Nachher werden wir sehen. Beunruhige dichnicht, Coralie: es handelt sich nicht um Liebe, sondern umRache, und ich will sie ganz." „Du bist ein Mann," sagteBlondet. „Wenn du wüßtest, Lucien, wie selten es ist.einen solchen Ausbruch in der blasierten Welt von Paris zuerleben, würdest du dich erst fühlen. Du bist ein stolzerKerl," sagte er, wobei er sich eines noch stärkeren Aus-druckes bediente, „du bist auf dem Wege, der zur Machtrührt." „Er wird ans Ziel kommen," sagte Coralie. „Aberer hat in sechs Wochen schon einen hübschen Weg zurück-gelegt." „Und wenn er von seinem Zepter nur von einemRaum noch getrennt ist, der nicht größer ist als ein Leich-nam, so kann er sich aus dem Körper Coralies eine Stufemachen." „Ihr liebt einander wie im goldenen Zeitalter,"sa gte Blondet. „Ich gratuliere dir zu deinem großen Ar-tikel," fuhr er zu Lucien gewandt fort. „Es stehen vielneue Dinge darin. Du bist jetzt unser Meister geworden."
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