durch. Morgen haben wir mindestens drei Spalten inden ,Debats'."
Eine andere Tatsache erklärt die Macht dieser Artikel.
Ein Buch Chateaubriands über den letzten Stuart warin einem Magazin aufgestapelt und ging nicht. Ein ein-ziger Artikel, den ein junger Mann im Journal des Debatsschrieb, bewirkte, daß das Buch in einer Woche verkauftwar. In einer Zeit, wo man ein Buch, wenn man es lesenwollte, kaufen mußte und es nicht leihen konnte, wurdenvon gewissen liberalen Werken, die von allen Oppositions-blättern gerühmt wurden, zehntausend Exemplare abge-setzt; aber auch der belgische Nachdruck existierte nochnicht. Die vorläufigen Angriffe von Luciens Freundenund sein Artikel bewirkten, daß der Verkauf des Buchesvon Nathan ins Stocken kam. Nathan litt nur in seinerEigenliebe, er hatte nichts zu verlieren, er war bezahlt,aber Dauriat konnte dreißigtausend Franken verlieren. Inder Tat ist der Buchhandel, soweit er Neuheiten vertreibt,auf die folgende kaufmännische Formel zu bringen: EinRies Papier kostet fünfzehn Franken; ist es bedruckt, ist esje nach dem Erfolg hundert Sous oder hundert Taler wert.Ein Artikel für oder gegen entschied in jener Zeit oft dieseFinanzfrage. Dauriat, der fünfhundert Ries zu verkaufenhatte, eilte also herbei, um mit Lucien einen Friedens-vertrag zu schließen. Der Verleger verwandelte sich auseinem Sultan in einen Sklaven. Nachdem er einige Zeitbrummend gewartet, möglichst viel Lärm gemacht und mitBerenice hin und her verhandelt hatte, setzte er es durch,Lucien sprechen zu dürfen. Der stolze Buchhändler nahmdie lächelnde Miene der Höflinge an, wenn sie zu Hofegehen, aber sein Ausdruck war daneben immer noch eineMischung aus Uberhebung und gutmütiger Herablassung.
„Laßt euch nicht stören, liebe Freunde," sagte er. „Wasdas für zwei reizende Turteltauben sind! Wer würde
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