Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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Coralie im Panorama Dramatique auf und amüsieren unsmit ihnen in ihren Ankleidezimmern."

So gingen sie also, Arm in Arm, von Theater zu Theater,und Lucien wurde überall als Berichterstatter eingeführt,von den Direktoren beglückwünscht, von den Schau-spielerinnen neugierig betrachtet, denn sie hatten allegehört, welche Bedeutung ein einziger Artikel von ihmCoralie und Florine gegeben hatte, von denen die einemit zwölftausend Franken jährlich ans Gymnase und dieandere mit achttausend ans Panorama engagiert wordenwar. Das waren lauter kleine Huldigungen, die Lucienin seinen eigenen Augen hoben und ihm das Gefühl seinerMacht gaben. Um elf Uhr langten die beiden Freunde imPanorama Dramatique an, und Lucien hatte nun einefreie und ungezwungene Miene, die Wunder tat. Nathanwar da, er streckte Lucien die Hand hin, der sie nahmund drückte.

„Oh! Da sind ja meine Meister," sagte er mit einemBlick auf Lucien und Lousteau, „Sie wollen mich alsobegraben." „Warte doch bis morgen, mein Lieber, dasollst du sehen, wie Lucien dich heruntermacht! MeinWort darauf, du wirst zufrieden sein. Wenn die Kritikso ernsthaft ist, kann ein Buch nur Vorteil davon haben."

Lucien wurde rot vor Scham.

„Ist es hart?" fragte Nathan. „Es ist ernst," sagteLousteau. „Es wird also nicht von Schaden sein?" fragteNathan nochmals. „Hector Merlin sagte im Foyer desVaudeville, der Artikel breche mir das Genick." „LassenSie es ihn sagen, und warten Sie es ab," rief Lucien undflüchtete sich in das Ankleidezimmer Coralies, in das dieSchauspielerin eben in ihrem entzückenden Kostüm vonder Bühne hereingetreten war.

Als Lucien am Tage darauf mit Coralie beim Frühstücksaß, hörte er ein Kabriolett anfahren, dessen Rasseln in

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