man da einen Erfolg in Szene setzt. Im übrigen werdenSie mit der Poesie nicht fortfahren, dieses hier wird einvereinzeltes Buch sein. Sie sind jung, junger Mann! Siebringen mir die ewige Sammlung der ersten Gedichte, diealle Leute von der Feder, nachdem sie das Gymnasiumverlassen, machen, die ihnen zuerst sehr am Herzen liegt,und über die sie sich späterhin lustig machen. Ihr FreundLousteau muß in seinen alten Strümpfen noch so eine ver-steckte Dichtung haben. — Hast du nicht eine Dichtung,an die du geglaubt hast, Lousteau?" sagte Dauriat und warfauf Etienne einen schlauen Blick der Verständigung. „Wiekönnte ich denn sonst Prosa schreiben?" sagte Lousteau.„Nun, Sie sehen, er hat mir nie etwas davon gesagt; unserFreund kennt den Buchhandel und die Geschäfte," fingDauriat wieder an. „Für mich", sagte er schöntuerisch zuLucien, „ist die Frage nicht, zu wissen, ob Sie ein großerDichter sind; Sie haben viel, sehr viel Talent; wenn ichmit dem Buchhandel eben anfinge, würde ich den Fehlerbegehen, Sie herauszugeben. Aber heute würden mich malzu allererst meine Teilhaber und Geldgeber im Stich lassen;es genügt, daß ich im vorigen Jahr zwanzigtausend Frankenverloren habe, damit sie von Poesie nichts mehr wissenwollen, und sie sind meine Herren. Doch ist dies immernoch nicht der Hauptpunkt. Zugegeben, daß Sie ein großerDichter sind, werden Sie auch fruchtbar sein? Werden Sieregelmäßig Sonette legen? Werden Sie es zu zehn Bändenbringen ? Werden Sie ein Geschäft sein ? Keineswegs,Sie werden ein vorzüglicher Prosaschriftsteller werden;Sie haben zu viel Geist, um ihn sich mit Reimflickereienzu verderben. Sie können dreißigtausend Franken jähr-lich in den Zeitungen verdienen und werden sie nicht gegendreitausend Franken vertauschen, die Sie mit großer Müheaus Ihren Hemistichen, Strophen und andern Drechseleienziehen würden!" „Sie wissen doch, Dauriat, daß der Herr
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