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2 (1909)
Entstehung
Seite
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ein und bot seine Mitarbeit an. Lucien sah mit geheimemVergnügen, wie Giroudeau dem Neuling gegenüber die-selben Scherze anwandte, durch die der alte Offizier auchihn getäuscht hatte; sein Interesse ließ ihn die Notwendig-keit dieses Verfahrens völlig begreifen, das zwischen denAnfängern und der Dachkammer, in die die Auserwahlteneindrangen, fast unübersteigbare Schranken errichtete.

„Die Redakteure haben selber noch nicht Geld genug,"sagte er zu Giroudeau. „Wenn ihr mehr wäret, hättejeder von euch weniger," versetzte der Kapitän. „Also!'Der pensionierte Offizier schwenkte seinen Stock mitdem Bleiknopf, ging mit seinem üblichen Gebrummhinaus und machte ein sehr verdutztes Gesicht, als erLucien in die schöne Equipage steigen sah, die auf demBoulevard auf ihn gewartet hatte. „Jetzt seid ihr dieOffiziere und wir die Zivilisten," sagte der Soldat zu ihm.Auf Ehrenwort, diese jungen Leute scheinen mirdie besten Menschen der Welt zu sein," sagte Lucien zuCoralie. „Ich bin also jetzt Journalist, habe die Sicher-heit, monatlich sechshundert Franken zu verdienen, wennich arbeite wie ein Pferd; aber ich werde meine beidenBücher unterbringen und werde andere schreiben, dennmeine Freunde werden den Erfolg für mich organisieren!Ich sage also wie du, Coralie: es sei gewagt!" „Es wirdalles gut gehen, mein Söhnchen; sei aber ja nicht so gut,wie du schön bist, sonst ruinierst du dich. Sei schlechtzu den Menschen, das ist guter Ton."

Coralie und Lucien fuhren im Bois de Boulogne spazierenund begegneten dort der Marquise d'Espard, Frau vonBargeton und dem Baron du Chätelet. Frau von Bargetonrichtete einen verführerischen Blick auf Lucien, der füreinen Gruß gelten konnte. — Camusot hatte das feinsteDiner der Welt bestellt. Coralie, die sich von ihm befreitfühlte, war so liebenswürdig gegen den armen Seiden-

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