Vernou, „alle Welt hat ihn uns weggenommen." „Oh,wir brauchen neue Tote," rief Frederic. „Meine Herren,wie wär's, wenn wir den tugendhaften Männern derRechten lächerliche Züge andichteten? Wenn wir zumBeispiel sagten, Herr von Bonald habe Schweißfüße?"rief Lousteau. „Wir wollen eine Serie mit Porträts vonministeriellen Rednern anfangen," meinte Hector Merlin.,,Tu das, Kleiner," erwiderte Lousteau. „Du kennst sie,da sie von deiner Partei sind, da kannst du den und jenenPrivathaß befriedigen. Nimm Beugniot, Syrieys de May-linhac und andere aufs Korn. Die Artikel können imvoraus fertig sein. Dann kommen wir nicht in Verlegen-heit." „Wie wär's, wenn wir einige Weigerungen, denoder jenen in geweihter Erde zu bestatten, erfänden, mitmehr oder weniger erschwerenden Umständen?" „Wirwollen lieber nicht auf den Spuren der großen konstitu-tionellen Blätter gehen, die ganze Mappen voller Pfaffenhaben, die bloße Enten sind," erwiderte Vernou. „Enten?"fragte Lucien. „Wir nennen eine Ente", antwortete ihmHector, „eine Tatsache, die so aussieht, als ob sie wahrwäre, die man aber erfindet, um die Nachrichten aus Parisaufzufrischen, wenn sie ein bißchen matt geworden sind.Die Ente ist eine Erfindung von Franklin, der den Blitz-ableiter, die Ente und die Republik erfunden hat. DieserJournalist hat die Enzyklopädisten mit seinen Enten vonjenseits des Meeres so gut getäuscht, daß Raynal inseiner philosophischen Geschichte Indiens' zwei dieserEnten als authentische Tatsachen mitgeteilt hat." „Daswußte ich nicht," sagte Vernou. „Was sind das für zweiEnten?" „Die Geschichte von dem Engländer, der seine±>efreierin, eine Negerin, verkauft, nachdem er sie vorherzur Mutter gemacht hat, um mehr Geld für sie zu lösen.Und dann die prächtige Verteidigungsrede der jungenSchwangeren, die ihren Prozeß gewinnt. Als Franklin
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