Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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„Ich schmeiße sie diesen Pfaffendichtern, die mich wütendmachen, zwischen die Beine." „Wenn Dauriat heute abenddie ,Margueriten' ablehnt, versetzen wir ihm Artikel überArtikel gegen Nathan." „Und was wird Nathan dazusagen!" rief Lucien.

Die fünf Redakteure brachen in Lachen aus.

„Er wird entzückt sein," sagte Vernou. „Sie sollenschon sehen, wie wir die Sache machen." „Gehört derHerr denn auch wirklich zu uns?" fragte einer der beidenRedakteure, die Lucien nicht kannte. „Jawohl, Frederic,jawohl, nur keine Faxen. — Du siehst, Lucien," sagteEtienne zu dem Neuling, „wie wir zu dir stehen. Du wirstdich, wenn sich die Gelegenheit findet, revanchieren. Wirlieben Nathan alle, und wir wollen ihn angreifen. Jetztmüssen wir das Reich Alexanders unter uns teilen. —Frederic, willst du das Theätre Francais und das Odeon?"„Wenn es den Herren recht ist," erwiderte Frederic.

Alle nickten, aber Lucien sah neidische Blicke.

„Ich behalte die Große Oper, die Italienische Oper unddie Opera Comique," sagte Vernou. „Schön, Hector nimmtdie Vaudeville-Theater," fuhr Lousteau fort. „Und ichsoll kein Theater haben?" rief der andere Redakteur, denLucien nicht kannte. „Na, dann kann dir also Hector dieVarietes lassen und Lucien die Porte Saint-Martin," ver-setzte Etienne. „Laß ihm die Porte Saint-Martin, er isthinter Fanny Beaupre her," sagte er zu Lucien; „dunimmst dafür den Cirque Olympique. Ich habe Bobino,die Funambules und Frau Saqui... Was haben wir morgenfürs Blatt?" „Nichts." „Nichts?" „Nichts!" „Meine Herren,geben Sie sich für meine erste Nummer ein bißchen Müheund lassen Sie Ihren Geist glänzen. Der Baron du Chäteletund sein Stockfisch halten keine acht Tage vor. Der Ver-fasser des .Einsiedlers' ist schon sehr verbraucht." „So-sthenes — Demosthenes ist nicht mehr witzig," sagte

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