Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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„Auf Wiedersehen, meine Herren, bei Barbin treffen wiruns unter vier Augen wieder," sagte Finot lachend.

Man machte nun Lucien einige Komplimente über seinenEintritt in die gefürchtete Gilde der Journalisten, undLousteau erklärte, er sei ein Mann, auf den man sich ver-lassen könne.

„Meine Herren, Lucien ladet Sie alle miteinander ein,bei seiner Geliebten, der schönen Coralie, zu soupieren."„Coralie kommt ans Gymnase," sagte Lucien zu Etienne.„Also, meine Herren, Sie wissen doch, es ist abgemacht,wir schreiben für Coralie? Setzen Sie in alle Ihre Blätterein paar Zeilen über ihr Engagement und reden Sie vonihrem Talent. Sie können von dem Takt und der Geschick-lichkeit der Direktion des Gymnase sprechen; können wirihr auch Geist zuschreiben?" „Jawohl, das können wir,"erwiderte Merlin; „Frederic hat mit Scribe zusammen einStück geschrieben." „Oh, dann ist der Direktor des Gym-nase der weitblickendste und scharfsinnigste aller Speku-lanten," sagte Vernou. „Was mir einfällt. Schreiben SieIhre Artikel über das Buch von Nathan erst, wenn wiruns beraten haben. Ich sage Ihnen, warum," begann Lou-steau. „Wir müssen unserm neuen Kollegen zu Dienstensein. Lucien hat zwei Bücher unterzubringen, eine So-nettensammlung und einen Roman. Bei der heiligenZeitungsnotiz! er muß auf drei Monate Sicht ein großerDichter werden. Wir wollen uns seiner ,Margueriten' be-dienen, um auf dem Markt der Oden, Balladen, Medi-tationen und der ganzen romantischen Poesie eine furcht-bare Baisse anzurichten." „Das wäre lustig, wenn dieSonette nichts taugten," versetzte Vernou. „Was haltenSie von Ihren Sonetten, Lucien?" „Ja, sagen Sie, wiefinden Sie sie?" sagte einer der unbekannten Redakteure.„Meine Herren, sie sind gut, mein Ehrenwort darauf,"sagte Lousteau. „Mir soll's recht sein," sagte Vernou.

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