,,Der Herr wird nicht diplomatisch behandelt, er gehörtzum Blatt," sagte Finot zu seinem Onkel, während erLuden die Hand drückte. „Ah! Der Herr gehört zumBlatt!" rief Giroudeau, der über die freundliche BegrüßungLuciens durch seinen Neffen sehr überrascht war. „Wahr-haftig, Sie haben nicht viel Mühe gehabt, anzukommen."„Ich will Ihnen hier alles in Ordnung bringen, damit Sievon Etienne nicht begaunert werden," sagte Finot undblickte Lucien schlau an. „Der Herr bekommt drei Frankendie Spalte für alles, was er schreibt, auch für die Theater-berichte." „Du hast niemals jemandem diese Bedingungenbewilligt," sagte Giroudeau und blickte Lucien erstauntan. „Er wird die vier Boulevardtheater haben; du wirstaufpassen, daß ihm seine Logen nicht stibitzt werden, unddaß seine Theaterbillets ihm richtig gegeben werden. —Ich rate Ihnen trotzdem, sie sich direkt schicken zu lassen,"wandte er sich an Lucien. „Der Herr verpflichtet sich,außer seiner Kritik zehn Artikel Vermischtes von ungefährzwei Spalten für fünfzig Franken monatlich ein Jahr langzu liefern. — Das paßt Ihnen doch?" „Ja," sagte Lucien,den die Umstände in der Hand hatten. „Onkel," sagteFinot zu dem Kassier, „setze den Vertrag auf. Wir unter-schreiben ihn, wenn wir gehen." „Wer ist der Herr?"fragte Giroudeau, der sich erhoben hatte und seine schwarz-seidene Mütze zog. „Herr Lucien von Rubempre, der Ver-fasser des Artikels über den Alkalden," erwiderte Finot.„Junger Mann," rief der alte Soldat und tippte Lucienauf die Stirn, „Sie haben Goldminen da drin. Ich verstehemich nicht auf Literatur, aber Ihren Artikel habe ich ge-lesen, und er hat mir Vergnügen gemacht. Sapristi, es istso etwas Lustiges drin. Und so habe ich gesagt, das bringtuns Abonnenten! Und es kam auch so. Wir haben fünfzigNummern verkauft." „Ist mein Vertrag mit EtienneLousteau in zwei Abschriften zum Unterzeichnen fertig?"
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