Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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Kutscher und der Bediente?" fragte Berenice. „Dannmache ich Schulden," rief Coralie.

Sie fing wieder an, mit Lucien herumzuwirbeln.

„Jetzt gilt es also, Finots Vorschläge anzunehmen," riefLucien. „Also vorwärts," sagte Coralie, „ich ziehe michan und fahre dich auf deine Redaktion; ich werde dannmit dem Wagen auf dem Boulevard auf dich warten."

Lucien setzte sich auf ein Sofa, sah der Schauspielerinzu, während sie sich umkleidete, und überließ sich sehrernsten Gedanken. Es wäre ihm lieber gewesen, von Co-ralie zu lassen, als in die Verpflichtungen einer solchenEhe geworfen zu werden; aber er sah sie so schön in ihremGesicht und ihrer Gestalt und so anmutig, daß er von denmalerischen Bildern dieses Zigeunerlebens angezogen wurdeund dem Schicksal den Handschuh zuschleuderte. Bereniceerhielt den Auftrag, den Umzug und die neue EinrichtungLuciens zu bewerkstelligen. Dann zog die schöne, trium-phierende, glückliche Coralie ihren geliebten Dichter mitfort und fuhr mit ihm durch ganz Paris nach der RueSaint-Fiacre. Lucien stieg schnell die Treppe hinauf undbenahm sich in dem Bureau der Zeitung wie einer, derBescheid weiß und dazu gehört. Koloquint mit seinerPapiermütze auf dem Kopf und der alte Giroudeau sagtenihm mit der gewohnten Heuchelei, es wäre niemand da.„Aber die Redakteure müssen sich doch irgendwotreffen, um die Zeitung zu machen," entgegnete er.„Wahrscheinlich; aber die Redaktion geht mich nichtsan," sagte der Kapitän der kaiserlichen Garde undsortierte wieder seine Streifbänder, wobei er sein ewigesGebrumm ertönen ließ.

In diesem Augenblick trat durch einen — soll man sagenglücklichen oder unglücklichen ? — Zufall Finot herein, umGiroudeau seinen vorgeblichen Rücktritt mitzuteilen undihm ans Herz zu legen, auf seine Interessen zu achten.

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