Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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Rigaudin wird Vernou sich nicht schlagen, sondern dieandern dazu bringen; er ist imstande, sich ein Auge aus-zustechen, wenn dadurch sein bester Freund seine beidenAugen verliert; er wird über Leichen schreiten, zu jedemUnglück lächeln, die Fürsten, die Herzöge, die Marquis,die Adligen angreifen, weil er ein kleiner Bürger ist; erwird berühmte Männer, die Junggesellen sind, angreifen,weil er seine Frau hat, und wird immer Moral predigenund für die häuslichen Freuden und für die Bürgerpflichtensich ins Zeug legen. Kurz, dieser moralische Kritiker wirdgegen niemanden sanft sein, nicht einmal gegen die Kinder.Er lebt in der Rue Mandar, zwischen einer Frau, die denMamamouschi des Bourgeois gentilhomme abgeben könnte,und zwei kleinen Vernous, die zwei kleine, häßliche Affensind; er rächt sich am Faubourg Saint-Germain, in demer niemals Zutritt erlangt, und läßt die Herzoginnen reden,wie seine Frau spricht. Das ist so einer, der gegen dieJesuiten loszieht, den Hof beschimpft, ihm nachsagt, erwolle die Feudalrechte und das Erstgeburtsrecht wieder-herstellen, und der einen Kreuzzug für die Gleichheitpredigt, nur darum, weil er fühlt, daß er mit keinemMenschen auf gleichem Fuß steht. Wäre er unverheiratet,besuchte die gute Gesellschaft, hätte die Allüren der roya-listischen Dichter, die eine Pension aus der Schatulle be-ziehen, und trüge das Kreuz der Ehrenlegion, so wäre erein Optimist. Der Journalismus hat viele Existenzen derArt, er ist eine große Wurfmaschine, die von einer Summekleinen Hasses in Bewegung gesetzt wird. Hast du jetztLust, dich zu verheiraten? Vernou hat kein Herz mehr,die Galle hat alles aufgefressen. Daher ist er das Urbilddes Journalisten, ein zweihändiger Tiger, der alles zerreißt,wie wenn seine Federn tollwütig wären." „Er ist einGynophobe," sagte Lucien. „Hat er Talent?" „Er hatWitz, ein rechter Artikelschreiber. Vernou macht Artikel

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