Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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die um elf Uhr aufhört. Und ich arbeite neben ihr!"fügte er hinzu. „Sie haben so viel Phantasie," antworteteLucien und machte sich mit diesem einen Wort Vernouzum Todfeind. „Nun," fing Lousteau wieder an, „dukommst also; aber damit noch nicht genug. Herr vonRubempre wird einer der Unseren; tritt also bei deinerZeitung tüchtig für ihn ein; sage, daß er ein Bursche ist,der in der hohen Literatur tüchtig ist, damit er mindestenszwei Artikel im Monat bringen kann." „Ja, wenn er einerder Unseren sein will und unsere Feinde angreift, wie wirdie seinen, und für unsere Freunde eintritt, will ich heuteabend in der Oper von ihm sprechen," erwiderte Vernou.„Schön also, auf morgen, mein Lieber," sagte Lousteauund drückte Vernous Hand mit allen Zeichen der leb-haftesten Freundschaft. „Wann erscheint dein Buch?"„Ja," sagte der Familienvater, „das hängt von Dauriatab; ich bin fertig." „Bist du zufrieden?" „Ja und nein..."„Wir werden tüchtig einheizen, es muß Erfolg haben,"sagte Lousteau, stand auf und grüßte die Frau seinesKollegen.

Dieser plötzliche Aufbruch war wegen des Geschreis derbeiden Kinder notwendig geworden, die sich zankten undsich mit den Löffeln ins Gesicht schlugen, wobei sie sichgegenseitig mit Suppe verschmierten.

„Liebes Kind, du hast hier eine Frau gesehen," sagteEtienne zu Lucien, „die, ohne es zu wissen, in der Literaturwahre Verheerungen anrichtet. Dieser arme Vernou ver-zeiht uns seine Frau nicht. Man müßte ihn im wohlver-standenen öffentlichen Interesse von ihr befreien. Wir wür-den uns dann eine Flut wilder Artikel und verhöhnenderNotizen gegen alles, was Erfolg und Glück hat, ersparen.Was soll aus einem werden, wenn man eine solche Frauhat und diese zwei gräßlichen Gören dazu? Du hastRigaudin in dem Stück von Picard gesehen ... genau wie

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