das Abtun der Gegenliebe, sondern auch, sozusagen,des Objektes selbst. Was vulgär ausgedrückt liegt immeist recht mißverständlich gebrauchten Philinen-wort: „Wenn ich dich liebe, was gehts dich an!",kann so wenig „selbstlos" liebend gemeint sein, daßes heißen könnte: „Stör mich dabei nicht!" - d. h. eskann einem infantilen, noch nahezu objektlosen Sich-gehenlassen im Triebhaften, einem auf sich rückge-wendeten Phantasie-Spiel gleichkommen. Für denDichter entsprach es einfach der Ansatzstelle seinerherrlich stark ins Künstlerische aufgearbeiteten Erotik,entsprach dem Schöpfertum, das gewissermaßen nichtdes Einzelobjekts, sondern des insgesamten Kosmosbedarf, um sich daran zu wenden, und das deshalbnur durch eine verwechselnde Selbsttäuschung mei-nen kann, auch menschlich und persönlich der Ob-jektliebe zu gelten, und deshalb nach Gegenliebe ver-langt.
Oft genug, im Anschluß an Menschen, empfand erselbst das „Unwirkliche" daran, auch wo er sich fastzu weit erschlossen hatte. Schon 1005 schrieb er(Mitte August aus Oberneuland):
„- es ist nur Eins in mir, und ich muß entwederverriegelt bleiben (d. h. schweigen oder schwätzen -)oder aber mich öffnen, wobei denn mein einzigerWohner sichtbar wird. Diese Beschaffenheit meinesInneren, die fehlerhaft ist, schließt mich eigentlich von
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