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Ansichten einer Reise durch das Clevische und einen Theil des Holländischen über Crefeld, Düsseldorff und Elberfeld, mit einigen dabei angestellten ökonomischen Betrachtungen, im Jahre 1794 : Nebst einer zweiten ökonomischen Bereisung der Rheingegenden von Wesel bis Coblenz, im Juni 1794
Entstehung
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111den Mangel an Industrie bei dem ge-meinen Volke heben, der Boden ist denEinwohnern zwar nicht günstig, da er siein den Bergen auf den Anbau eines ein-zigen, noch dazu so ungewissen Produckts,wie der Wein einschränkt. Der Weinbaubeschäftigt ihn nur wenige Tage im Jahr,auf eine anstrengende Art; dahingegen ge-wöhnt er sich bei dem Gäten und Beschnei-den der Reben an den Müssiggang, unddie übrige Zeit des Jahres treibt er in-nerhalb seiner Wände selten ein Gewerbe,welches ihm ein sicheres Brod bewirkenkönnte, und da nur alle sieben Jahr ge-wöhnlich ein gutes Weinjahr eintritt; sobehilft er sich in den übrigen sechs Jah-ren ganz kümmerlich und schwelgt in demgelegneten Jahre so lange, als so viel ihmnach Abzug der aufgenommene Vorſchuſſeübrig bleibt und ist im folgenden Jahrewie vorher ein Bettler. In dieser Le-bensart ist indessen eine Herabwürdigungder Sittlichkeit, eine unſichere Subſiſtenzund ein Unglück des Weinbauers verwebt.Es würde demnach das Menschenwohl sehrbefördert werden können, wenn die Land-Beinbauer mehr zu be-Eigenthümer ihreschäftigen suchten, in den Zeiten der müs-