Druckschrift 
Ansichten einer Reise durch das Clevische und einen Theil des Holländischen über Crefeld, Düsseldorff und Elberfeld, mit einigen dabei angestellten ökonomischen Betrachtungen, im Jahre 1794 : Nebst einer zweiten ökonomischen Bereisung der Rheingegenden von Wesel bis Coblenz, im Juni 1794
Entstehung
Seite
112
Einzelbild herunterladen
 

112sigen Tage von ihnen Gewerbe getrieben,sie wohlhabend und sittlich gemacht, unddas Land beglückter werden könnte. Dasin den Gegenden von Bonn und Cöln be-findliche Ackerland hat zwar nur schlechtenBoden, allein es wird wegen Mangel desehdüngers durch den Gipsdünger sehrund dergestalt nach geholfen, daß der spa-nische Klee und die Wicken gegipset wer-den, worauf Roggen, Weizen oder Win-tergerste und im dritten Jahre Hafer ge-säet wird, ohne daß man viel auf dieSommergerstensaat Rücksicht nimmt. Durchdieses Verfahren suchen sie möglichst dasBraken zu vermeiden; und des schlechtenHedens ungeachtet gute Kornfrüchte zu er-ziehn. Auch der Erdäpfelbau wird der-gestalt vortheilhaft betrieben, daß zwischenſelbigen ganze Reihen großer Bohnen ge-pflanzt werden, welche den Erdäpfeln garnicht schädlich werden können, zugleich sehrgut tragen, und daher das Gartenlanddadurch doppelt nutzen. Zu wünschen wä-re es demnach, daß dieses Verfahren ge-meinnütziger würde. Ich bitte Sie umNachsicht, wenn ich etwa aus Gemeinsinnauf Ausschweifungen gerathen wäre. Wirkehrten über Bonn, Cöln, Düsseldorf, El⸗