107unsere feinsten Empfindungen äusserst ge-spannt wurden und wir uns in ein Eli-sium versetzt zu sehen glaubten. Ich standeine ganze Pause in stiller Bewunderungder Herrlichkeit des Weltbeherrsches understaunte, wie schön sich der Rhein zwi-schen den hohen Gebirgen einen Weg ge-bahnt hat. Was für Einfluß die mine-ralischen Bestandtheile der verschiedenenGebirgslagen auf die Eigenschaften desWeins haben können ist noch nicht ent.schieden, es wäre inzwischen wohl derMühe werth, daß die Naturforscher zurVerbesserung des Weinbaues sich darummehr bekümmern möchten, da der Wein-bau bereits bei Bonn mit dem sogenann-ten Bleicher einen mächtigen Anfang ge-winnet. Die Nähe des Luftschlosses, undGartens Botpart rief uns unsern Wegdahin zu machen. Das nebst dem eineStunde Weges von hier entfernten SchloßeGodesberg, wobei sich zugleich ein Ge-sundbrunnen von leichtem MineralischenWaſſer befindet, welcher ſehr beſucht wird,verjüngten uns ſo ungemein, daß Bonnimmer für einen der angenehmsten undlehrreichsten Oerter angenommen werdenE. 7kann..
Druckschrift
Ansichten einer Reise durch das Clevische und einen Theil des Holländischen über Crefeld, Düsseldorff und Elberfeld, mit einigen dabei angestellten ökonomischen Betrachtungen, im Jahre 1794 : Nebst einer zweiten ökonomischen Bereisung der Rheingegenden von Wesel bis Coblenz, im Juni 1794
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107
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