106übrigen reichen mit schönen Gemälden ver-ſehenenen Schloßzimmer unter welchen unsbesonders dasjenige gefallen hat, welchesfür den König Friedrich den Großen zumSchlafzimmer zubereitet gewesen, so aberdieser Monarch wegen seiner Kostbarkeitnicht hat annehmen wollen. Die feinsteStuckaturarbeit mit der schwersten Ver-goldung, der künstlich getäfelte Fußboden,und das mit dem schwersten Goldstoff be-hangene Bette, sollen ein ausserordent-liches Geld und eine fünfjährige Zeitzur Verfertigung gekoſtet haben. So wiewir das Schloß verließen, um den Lust-garten zu besehen, begegnete uns geradeder Churfürst ohne alle Begleitung in ei-nem simpeln braunen Frack, äusserst her-ablassend. Wir nahmen darauf dieser mitallen möglichen ausländischen Gewächsenversehenen Schloßgarten in Augenschein,bewunderten die reifen Früchte, womit alleTreibhäuser versehen waren, und wurdenins gröste Erstaunen versetzt, als wir inder englischen Partie nach der Rheinseitezu hinauf kamen. Hier präsentirte sichuns der Rhein mit seinen alten Berg-schlössern durch den Zauber der schönenSonnenbeleuchtung so verändert neu, daß
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Ansichten einer Reise durch das Clevische und einen Theil des Holländischen über Crefeld, Düsseldorff und Elberfeld, mit einigen dabei angestellten ökonomischen Betrachtungen, im Jahre 1794 : Nebst einer zweiten ökonomischen Bereisung der Rheingegenden von Wesel bis Coblenz, im Juni 1794
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