eröffnet sich auf allen Seiten eine herrli-che Aussicht in schönen amphitheatralischenGärten mit ungemein vielen Nachtigallen,welche den Reisenden das schönste Natur-Conzert hören laßen. Das, eine Stundevon Eßen gelegene, der Fürstinn zustän-dige Lustschloß, Bockholt hat eine schöneLage, iſt mit guten Gebäuden und einemſchönen Luſtgarten verſehen. Außer denreizenden Alleen, welche den Lustgartenzieren, war dabei indessen doch sehr auf-fallend, daß die Gräfte oder der Haus-graben um das Schloß kein Wasser hat-te, und daher den Reisenden nicht nur zusehr in die Augen fallen muß, sondernauch die Luft von dem Moder desselbenganz verpeſtet wird.Bis hierhin hat man so ziemlich bebau-etes Land vor sich, allein in hiesigen Ge-genden werden die Ackerländereien äusserstsandigt und stehen in geringerer Kultur.Schlechte und wenige Höfe, schlechte Gär-ten, keine Wiesen, wenige Obstbäume sindhier zu sehen, und um mich daher indiesen Gegenden die Langeweile zu ver-treiben, las ich Thomsons mahlerische Jah-reszeiten, und fand darin die reizendenA 4
Druckschrift
Ansichten einer Reise durch das Clevische und einen Theil des Holländischen über Crefeld, Düsseldorff und Elberfeld, mit einigen dabei angestellten ökonomischen Betrachtungen, im Jahre 1794 : Nebst einer zweiten ökonomischen Bereisung der Rheingegenden von Wesel bis Coblenz, im Juni 1794
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