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Rainer Maria Rilke
Entstehung
Seite
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zogen, sich zum erstenmal an denElegien" Hoff-nung holte: ein Erkanntsein von unbeschreiblicherLeuchtkraft, ein hoffendes Eingehen in Ordnung undRuhe - kam die Erwiderung darauf (aus Chäteau deMuzot, 1924, am Dienstag nach Ostern):

Meine liebe, liebe Lou,ich kann Dir nicht sagen, was Du mir für große,großmächtige Ostern bereitet hast mit Deinem Brief

----------------------Erst nächstens, wenn ich Dir die

Geschichte meines vergangenen (dritten) Muzot-Win-ters erzählen werde, wirst Du merken, wie wunder-bar es ist, daß Du mir gerade jetzt dies von xxx be-richten kannst: ich lese es immer wieder und holemir daraus ein unbeschreibliches Geborgensein."

Geborgensein" heißt ihm hier, daß es ihm selbsterst auf dem Umweg über diejenigen zukommt, denener es bringt. Darin ist nicht ein auf die andern ge-richtetes Interesse, sei es Mitleid, Bescheidenheit,Ruhmgier, Herablassung oder was sonst. Nichts istdarin außer dem Jubel jener Stunde, worin er vonden Elegien schrieb:Sie sind. Sie sind!" Keinenstärkern Ausweis für deren Sein kann es geben fürihn - der an ihrem Schaffen sich zerstört fühlte, der andiesem Punkt seine eigene Fragwürdigkeit erlitt, der mitihr den Erfolg des Seins begleichen mußte -, als daßzerstörte Menschen sich daran zum Sein wiederauf-

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