das menschliche nicht nur vergehen, sondern es inÄngste des Höllischen eingehen läßt, so berührt mandamit das dritte Prinzip in den „Elegien" neben demdes Engelhaften und dem des Erdenhaften. Man ge-langt dahin am Irdischen entlang, bis zu dem Punkt,wo das individuelle Erleben hinüberreicht in das derGenerationen, in die Endlosigkeit der einander folgen-den Lebewesen, tief, tief verwurzelt ins Urgründliche,Abgründige. Ahnungslos ist der Einzelne um dieses
„seines Inneren Wildnis,
diesen Urwald in ihm, auf dessen stummem Ge-stürztsein
lichtgrün sein Herz stand___
Liebend stieg er hinab in das ältere Blut, in die
Schluchten,
wo das Furchtbare lag, noch satt von den Vätern.
Und jedes
Schreckliche kannte ihn, blinzelte, war wie ver-ständigt.
Ja, das Entsetzliche lächelte ..." (Dritte Elegie.)
So ist die Physis das letzte Wort für das Entsetzliche;aus dem Blut, das von alters wie ewig her uns um-rinnt, lächelt das Entsetzliche teuflisch, nicht einmalmehr drohend, sondern aus der Heiterkeit und Ironiedes Gesiegthabens. Projektion in das den Engelnentgegengesetzt Mystische, entgegengesetzt Schreck-
108