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Rainer Maria Rilke
Entstehung
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dem exakten Verarbeiten von Außenmaterial und derungeheuren Verinnerlichung, die ihrMaterial" ausletzten Fernen und Tiefen erst für die Arbeit herauf-beschwört. Abgesehen von alledem, behalten Über-setzungen für so zauberhafte Einfühler, wie Rilke eswar, überdies an sich großen Reiz. Schon währendunserer allerersten Bekanntschaft enthielt er sich, desFranzösischen noch wenig kundig, nicht, mancherleiVerse in diese Sprache, gleichsam aus sich selber, zuübersetzen; bemerkenswerter ist, daß er auf der langenReise durch Rußland das gleiche im Russischen tat:aus tiefem Verlangen und, obwohl grammatikalischarg, doch irgendwie unbegreiflich dichterisch (dieTitel dieser sechs Gedichte lauten in der Reihenfolgeihrer Entstehung: erstes Lied; zweites Lied; der Mor-gen; der Greis; die Feuersbrunst; das Antlitz). Nichtswäre verkehrter, als zu glauben, die Beschäftigungmit Fremdsprachen weise bei Rainer auf unvollkom-mene Liebe zu der seinigen - wie man es törichter-weise ihm unterschob, als er in seinem letzten Lebens-jahr eigene französische Gedichte herausgab. DasGegenteil ist wahr; als ich, während seines vieljährigenPariser Aufenthalts dort gelegentlich die Befürchtungäußerte, ob ihn das nicht der feinsten, letzten Intimi-tät zum Deutschen entfremden könne, antwortete erlebhaft:O nein! diese Intimität wächst dran\ Bedenkenur, wie viele, viele Wörter ich mir spare durch ihren

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