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Rainer Maria Rilke
Entstehung
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ihm selber aber drückte es sich als eigenes Unge-nügen, als ein Erkenntnishunger und Wissensdrangerster Ordnung aus. Und zwar war das in ihm eben-sowohl Antrieb zu exakten Bewältigungen ersehnterSpezialStudien wiefaustisch" angetrieben. (Schon inden frühen Briefen zählt er als am dringendsten be-nötigt auf:Geschichte, Physiologie, Biologie, experi-mentelle Psychologie, etwas Anatomie, GrimmschesWörterbuch nicht zu vergessen usw." Ein ander-mal Mathematik, das Studium des Arabischen, alterSprachen überhaupt, neben dem der Antike im kunst-historischen Sinn und der mittelalterlichen Geistes-werke.) Wenn es ihn heftig und bitterlich schmerzte,darin nicht leistungsfähiger zu werden, so deshalb,weil er gar nicht umhin konnte, alles in einem Zielzusammenzufassen, nichts als Nebenbeschäftigungoder nebensächlich anzusehn. Von Beginn an schienes ihm nichts zu geben, was dem Schaffen nichtmitdienstbar würde, ja, wie das Handwerkliche ander bildenden Kunst erst schöpferisch festige zumWerk.

Liegt das Handwerk vielleicht in der Sprache selbst,in einem besseren Erkennen ihres inneren Lebens undWollens, ihrer Entwicklung und Vergangenheit?

Liegt es in irgendeinem bestimmten Studium, in

der genaueren Kenntnis einer Sache?-------Oder liegt

es in einer gewissen, gut ererbten und gut vermehrten

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