und Selbstdarstellung, von der Außenhülse, die dasLeben schirmt, und von Weggegebenheit an sie alsan den Tod.
Am tiefsten aber kam er zum Bewußtsein der Ge-fahr in alledem, als er sie mitten im Schaffen nocherkannte, als er auf sie wie auf eine unausrottbareTragik stieß, die seiner schöpferischen Beschaffenheitals solcher eingefügt war. Rückblickend auf das Malte-Buch kommt er (1911 aus Schloß Duino) zu folgen-den Erwägungen darüber:
„Die gute Ellen Key hat mich natürlich umgehendmit dem Malte verwechselt und aufgegeben; aber nie-mand als Du, liebe Lou, kann unterscheiden und nach-weisen, ob und wieweit er mir ähnlich sieht. Ob er,der ja zum Teil aus meinen Gefahren gemacht ist,darin untergeht, gewissermaßen, um mir den Unter-gang zu ersparen, oder ob ich erst recht mit diesen |Aufzeichnungen in die Strömung geraten bin, die michwegreißt und hinübertreibt. Kannst Du's begreifen,daß ich hinter diesem Buch recht wie ein Überleben-der zurückgeblieben bin, im Innersten ratlos, unbe-schäftigt, nicht mehr zu beschäftigen? Je weiter iches zu Ende schrieb, desto stärker fühlte ich, daß es einunbeschreiblicher Abschnitt sein würde, eine hoheWasserscheide, wie ich mir immer sagte; aber nunerweist es sich, daß alles Gewässer nach der altenSeite abgeflossen ist und ich in eine Dürre hinunter-
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