In jener ersten Pariser Zeit lernte er durch seineFrau Clara bereits Auguste Rodin kennen. Von An-fang an war der Eindruck für ihn entscheidend: erwar es in dem Sinn, daß die Vornanstellung desKünstlers, über alles Sonstige hinaus und hinüber,ihm selbstverständlich wurde. So beschreibt er dieersten Eindrücke im Rückblick von 1903:
„Als ich zuerst zu Rodin kam und draußen in Meu-
don bei ihm frühstückte, ------ mit Fremden, an einem
Tische, da wußte ich, daß sein Haus nichts für ihnwar, eine kleine armselige Notdurft vielleicht, ein Dachfür Regen- und Schlafzeit; und daß es keine Sorgewar für ihn und an seiner Einsamkeit und Sammlungkein Gewicht. Tief in sich trug er eines Hauses Dunkel,Zuflucht und Ruhe, und darüber war er selbst Him-mel geworden und Wald herum und Weite und großerStrom, der immer vorüberfloß."
Er gab unumschränkt zu:
„Sein tägliches Leben und die Menschen, die hin-eingehören, liegen da wie ein leeres Bette, durch daser nicht mehr strömt; aber das hat nichts Traurigesan sich: denn nebenan hört man das große Rauschenund den gewaltigen Gang des Stromes, der sich nichtan zwei Arme teilen wollte.
„Und ich glaube, Lou, so muß es sein; dieses istein Leben und das andere ein anderes, und wir sindnicht gemacht, zwei Leben zu haben."
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