DIE LINIE ZU ELTZ ZU BLIESCASTEL UND RODENDORF. 407
doch habe er auch nicht wieder auf das breite Thor inden Gewahrsam zurück gewollt. Unter diesem Protestunterschrieb Johann Eberhard die Urfehde. 22 )
Johann Eberhard wandte sich nach dem Tode Wallen-steins an den badischen Hof, wo er Rath und Statthalterzu Durlach wurde. Immer stand er noch im Verdacht,mit Wallenstein Hand in Hand gegen das Reich gegangenzu sein. Am 9. Februar 1636 erklärte Wilhelm Markgrafzu Baden, dass sein Rath und Statthalter zu DurlachJohann Eberhard Herr zu Eltz ihm klagte, dass ihm feind-liche und schlecht unterrichtete Menschen Ungünstigeswegen seiner Gefangenschaft zu Wien nachsagten, da ersich jedoch damals zu Wien befunden, spreche er denJohann Eberhard vollständig frei von jeder Betheiligungam Verrathe Wallensteins. 2 3)
Zu unbestimmter Zeit ward Johann Eberhard von denWeimaranern aus den badischen Diensten gefänglich aufden Hohentwiel abgeführt, ihm alles Gut genommen under bis ins dritte Jahr auf seine Kosten gefangen gehalten.Er musste sich mit 2000 Reichsthalern auslösen, was seinund der Seinen finanzieller Ruin wurde. 2 3 a ) Johann Eberhardkehrte in die Dienste des Markgrafen von Baden-Durlachzurück, es scheint um 1636 gewesen zu sein; dieser suchtedessen Verluste einigermassen zu ersetzen. Die Röder vonRodeck, dann die von Neuhausen trugen den Eselszehntenzu Steinbach als Lehen. Als Georg Ludwig von Neuhausenam 17. November 1637 als der Letzte des Mannsstammesstarb, fiel das Lehen an den Markgrafen Wilhelm vonBaden heim. Dieser belehnte in Ansehung treuer Diensteden Johann Eberhard, seinen Rath und Hofmeister seiner