356 ZWEITE ABTHEILUNG, fünftes hauptstück..
Am $0. December 1523 empfing Philipp von KurfürstRichard von Trier alle von dem ausgestorbenen Geschlechtvon Pirmont und Erenberg getragenen Trierer Lehen,nämlich 2$ Ohm Wein von der Bede zu Ediger und Eller,von der Herrschaft Schöneck in der Eifel das Dorf Dens-born, wegen der Herrschaft Kempenich die Weihermühle,den Weiher, den Brühl und das Weiherholz zu Lehen.' 6 )Am 25. Februar 1524 gestattete Johann Levekirch Vicardes St. Jacobs- und Ant'oniusaltars im St. Martinstift zuMünstermaifeld dem Philipp, die ihm und seinem Altarfür 80 Gulden verpfändeten 4 Malter Korngülte nach Inhaltder Hauptverschreibung abzulösen.'7)
Philipp hatte durch die Besitznahme der PirmonterErbschaft die ganzen Lehen und Güter der von Pirmontund Erenberg erworben und den Namen Herr zu Pirmontund Erenberg angenommen. Unter dem in Besitz Ergriffenenbefanden sich auch das Nasser Kirchspiel und zwei Drittelan der Herrschaft Erenberg, welche Pfälzer Lehen warenund von Pfalzgraf Johann als heimgefallenes Lehen einge-zogen wurden. Der hierüber entstandene Streit wurde vorden Trierer Kurfürsten Richard gebracht, der am 3. Mai1526 eine Einigung machte. Philipp soll an einem fest-gesetzten Tag die zwei Drittel an Haus und PlerrschaftErenberg nebst Zugehör und Briefschaften an die Pfalzübergeben. Die entstandenen Gerichtskosten werden gegen-seitig aufgehoben und die Abnutzungen an Wein, Fruchtund Anderm von diesen zwei Dritteln an Erenberg, diePhilipp gehabt, demselben für ein Jahr nachgelassen.' 8 )
Philipp war Vormund der Kinder des Reinhard vonBurgthurn und empfing am I.Mai 1524 von Cleve-Jülich-